Foto Handys

Während es vor noch nicht ganz so langer Zeit schon etwas Besonderes war, überhaupt ein Handy zu besitzen, gibt es diese in der heutigen Zeit kaum noch ohne integrierte Digitalkamera zu kaufen. Egal ob für Urlaubsfotos oder Schnappschüsse, die Foto Handys ersetzen in allen Situationen die normalen Fotoapparate und erstellen mittlerweile Bilder, die so gestochen scharf wie von einer guten normalen Digitalkamera.

Wie funktionieren Foto Handys?

Das Prinzip der Foto Handys ist relativ einfach: Mit Hilfe eines CMOS-Sensors werden Fotos aufgenommen, nach dem Sensor richtet sich auch die Bildauflösung. Einige Handymodelle besitzen zusätzlich LED, um den Nahbereich auszuleuchten. Das eingebaute Fotolicht ersetzt das Blitzlicht der normalen Kamera und verhindert so, dass die Fotos durch sogenanntes Bildrauschen zerstört werden. Auf vielen Handys findet man auch spezielle Effekte, wie zum Beispiel eine Zoom-Funktion, verschiedene Rahmen oder einfach Bildbearbeitungsfunktionen. Diese werden meistens schon vor dem Verkauf vom Hersteller per Software auf das jeweilige Handy übertragen. Für Selbstportraits findet man oft einen kleinen eingebauten Spiegel neben dem Objektiv. Eine weitere zusätzliche Funktion ist die Aufnahme von kurzen Videos, die jedoch häufig nur eine geringe Qualität aufweisen. Auch die Qualität der Bilder kann mit der Zeit abnehmen, da das Objektiv der Kamera häufig keinen Schutz vor Kratzern hat. Es gibt jedoch Handymodelle, die ein tiefer sitzendes Objektiv oder ein integriertes Schutzglas haben und somit die Gefahr der Bechädigung des Objektivs verringern.

Um die Bilder und Videos schließlich auf den Computer zu übertragen benötigt man entweder ein passendes Ladekabel, das beim Kauf des Handys enthalten sein sollte, oder aber eine Bluetooth- bzw. Infrarotverbindung. Möglich ist es so auch, die Bilder kostenlos auf andere Handys zu übertragen, allerdings wird die Bluetooth- und die Infrarotfunktion von einigen Mobilfunkbetreibern nur für bestimmte Dateitypen zugelassen, um zu verhindern, dass man den kostenpflichten MMS-Dienst umgeht.

Die Geschichte des Foto Handys

Im November 2000 veröffentlichte Scharp Corporation das erste für kommerzielle Zwecke entwickelte Kamerahandy mit dem Namen J-SH04. Mt den zunehmenden Fähigkeiten der Handys im Multimediabereich wurde vor allem bei Jugendlichen die Nachfrage nach einer in das Handy integrierten Kamera immer größer. Die ersten Foto Handys bten eine relativ schlechte Auflösung nach VGA-Standard, trotzdem bestand großes Interesse an den Mobiltelefonen, mit denen man sowohl Bilder als auch Ton- und Videoaufnahmen erstellen und an andere Handy weiterleiten konnte. Die ersten richtigen Foto Handys wurden 2001 veröffentlicht. Erst drei Jahre später ersetzte man die geringe Auflösung gegen bessere integrierte Digitalkameras, was den endgültigen Durchbruch brachte. Als erstes Foto Handy mit einer Kamera von 1 Megapixel schaffte es das Sharp GX 30 auf den Markt. Es folgten Handys mit höheren Auflösungen verschiedener Hersteller, sodass ein Foto Handy mit einer 8-Megapixel-Kamera, wie zum Beispiel das Samsung i8510 heute keine Seltenheit mehr sind und bei vielen Leuten zum Standard gehören.

Zukunft der Foto Handys

Es ist abzusehen, dass Handykameras auch in Zukunft eine große Rolle spielen werden, nicht nur wegen der Umstellung der Mobilfunknetze auf UMTS. Dabei beschränkt sich die Technik nicht mehr nur auf das Erstellen von Fotos, Musik hören mit eine Musik Flatsondern geht vor allem in Richtung Videotelefonie. Ein schönes Beispiel ist das iPhone von Apple. Das erste iPhone ohne Vertrag hat z.B. eine schlechtere Kamera und weniger Speicher als das neue iPhone 4G ohne Vertrag, so nachzulesen bei den aktuellen News über Apple. Ob man sich für ein Handy ohne oder ein Foto Handy mit Vertrag entscheidet, das kommt auf jeden selbst an.